• larsm1

Men ät wörk

von Lars Meier

Und schon wieder stand unser Heimrennen an. Doch dieses mal sollte es auf einem anderen Kurs stattfinden. Schon die ersten Erkundungsfahrten im Winter brachten eine Menge Diskussionsstoff. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen wie man auf diesem Parcours ein Rennen stattfinden lassen sollte. Überall Gestrüpp, Dornen, Steine und Astwerk...

Doch mit vereinten Kräften machten wir die Rennbahn frei, testeten verschiedene Wege auf ihre Fahrbarkeit, ärgerten uns über Wildschweinrotten, die die für gut befundenen Trails kurzerhand wieder auf links drehten usw.

Als am Samstag Abend alles ausgeschildert war, machte ich noch mein Bike startklar, befestigte die Nummer am Lenker und ließ den Tag zu Ende gehen, um am Rennsonntag gut ausgeruht zu sein. Nur leider war das Wetter über Nacht sehr laut, so dass ich nicht viel geschlafen habe.

Sonntag, 8 Uhr war ich dann vor Ort und fuhr mit dem Bike schon mal die erste Hälfte der Runde. Ein paar Trassierbänder mussten noch eingehängt werden und außerdem wollte ich wissen wie der Parcours den Regen verkraftet hat. Der erste Trail war recht schmierig mit ein paar neuen Pfützen, aber ansonsten gut fahrbar. Nach dieser Aktion ging es direkt in den Startblock.

Das Rennen: Da ich bislang fast nur im Grundlagenbereich unterwegs war, waren meine Erwartungen nicht besonders groß. Am Anfang kam ich überhaupt nicht gut in Tritt. Das Wattmeter zeigte zwar recht passable Werte, aber ich fiel am Anfang des Dorfanstiegs sehr weit zurück und wurde teilweise von Fahrern überholt, die man aufgrund ihrer Figur und ihrer Ausrüstung bestenfalls irgendwo im Mittelfeld erwarten würde. Ich hielt die Leistung konstant und bevor die Teerfläche das erste mal verlassen wurde ging es auch wieder einige Plätze nach vorne. Nach wenigen Kilometern hatte ich auch wieder die üblichen bekannten Konkurrenten um mich herum. Jetzt konnte ich meinen Heimvorteil nutzen und wusste stets wann es sich lohnt zu attackieren, welche Kurven ohne Bremse gingen und auf welchen Passagen man es sich am besten im Windschatten bequem machen konnte.
Den langen Trail aus Richtung Dassel waren wir nur noch zu zweit, der Rest der Gruppe konnte das Tempo nicht halten oder musste noch Körner für eine zweite Runde sparen. Leider wurde nichts aus dem erwarteten Zielsprint, denn 1. war der Kollege vor mir richtig schnell bergab und 2. hatte mein Vorderrad sehr viel Luft verloren, so dass ich im Funpark aufpassen musste, dass mir der Reifen nicht von der Felge rutscht. Von hinten drohte keine Gefahr und so bin ich den letzen Kilometer mit dem halbplatten Reifen noch ohne Platzverlust ins Ziel gekommen.

Fazit: Ausbaufähig! So richtig gut lief es noch nicht, aber der Konkurrenz scheint es auch nicht besser zu gehen.

Ergebnis in der Altersklasse: 2

Ergebnis in der Gesamtwertung: 6

Gallerie zum Rennbericht:

  • larsm1

Folge uns auf Facebook

Zum Anfang