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Einmal übern Kyff

von Lars Meier

Anfang der Woche fragte mich Tobi ob wir nicht das Kyffhäuser MTB-Rennen fahren wollen. Ein Blick auf den Kalender zeigte mir das der Samstag noch frei war, also nichts wie hin.

Am Veranstaltungsort war schon ordentlich was los. Kein Wunder, da das Rennen im Rahmen eines Laufevents stattfindet. Wir haben uns für die Marathon-Runde angemeldet, also 42,195 Kilometer... theoretisch.

Es gingen über 200 Biker auf diese Distanz, aber im Startblock sah ich kein mir bekanntes Gesicht. Die ersten Kilometer ging es erst mal hinter dem Polizeiauto aus der Ortschaft raus. Was dann folgte erinnerte mich mehr an eine RTF denn an ein MTB Rennen. 11km Hauptstraße mit ein paar Wellen und sonst nichts was das Feld ein bisschen entzerren könnte. Ich fuhr teilweise ganz vorne, abwechselnd mit einigen anderen Fahrern. Irgendwann gingen dann in den kleineren Anstiegen die Spielchen los, einige sprinteten vorne raus und viele, einschließlich mir, versuchten dran zu bleiben. So ging das bis zum ersten (und einzigen) langen Anstieg auf den Kyff hoch.

Hier zog sich das Feld endlich auseinander, allerdings nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Spielereien auf den ersten Teerkilometern rächten sich, der Puls war weit im roten Bereich, die Wattwerte allerdings nicht. Langsam merkte ich wie mir übel wurde. Also quälte ich mich mehr schlecht als recht irgendwie da rauf. Oben suchte ich mir erst mal ein Hinterrad und sammelte langsam wieder Kräfte.

Danach kamen nur noch leichte Wellen und viele Kurven, ein paar einfach zu fahrende Trails (in denen wir mangels Platz die letzten Fahrer(innen) von der 60km Runde nicht überholen konnten) und wieder ein neuer Anstieg. Zwar nicht so lang wie der erste, aber... es ging wieder!! Und es fing an wieder Spaß zu machen. Also arbeitete ich mich Stück für Stück wieder nach vorne. Aber nach einem bisschen auf und ab, einigen richtig schnellen Abfahrten auf teilweise ausgewaschenen Wegen war der Tanz auch plötzlich schon wieder vorbei und ich stand im Zentrum von Bad Frankenhausen hinter der Ziellinie und bekam meine Finisher-Medallie umgehängt. Dabei standen auf dem Tacho noch keine 40km, und auf der Uhr 1:25.xx

Erkenntnis des Tages: Nächstes mal auf jeden Fall die große Runde, die hätte mich dann wenigstens etwas über 2 Stunden beschäftigt, und nicht noch mal vor dem ersten Anstieg schon die Körner verballern.

Ergebnis in der Altersklasse: 7

Ergebnis in der Gesamtwertung: 20

Gallerie zum Rennbericht:

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