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Am Sonntag fand die Tour d'Energie, ein 100 Kilometer Rennen mit 1150 Höhenmetern, in Göttingen statt. Als erstes aber auch einziges Rennradrennen in 2017 war dies eher nur eine Standortbestimmung und das größte Ziel war es einfach sturzfrei durch den Haufen an Starten, heute fast 2000 auf der 100 Km Distanz, zu kommen.

Zügig ging es mit Rückenwind gleich nach dem Start aus Göttingen heraus. Es lief wie es laufen sollte, am Berg fuhr ich immer in Position 1-5 und auf den Abfahrten entging ich so den potentiellen Stürzen im dichteren Fahrerfeld weiter hinten, nachdem es mich 2015 auch schon einmal getroffen hatte. Kurz vor Meensen wurde das Tempo wie schon vorher immer wieder schneller und so merkte ich erst gar nicht, welches Loch hinter mir entstand. Als ich realisierte, dass das Hauptfeld kein Interesse hatte hier mitzufahren, war ich schon mitten drin in einer der vielen Ausreißergruppen des Tages. Hier wollte ich gar nicht sein, also lies ich den anderen den Vorzug, wollte ich doch meine Kraft für die Platzierung am Ende oder doch den Hagensprint bewahren. Was ich heute wollte, war mir selber nicht ganz klar und ich sollte dafür noch bestraft werden. :)
In Hemeln schlecht positioniert, musste ich mit ansehen wie sich vorne eine Gruppe von etwa 20 Fahrern löste. Ich pokerte und hoffte, die Gruppen würden sich wieder finden mit dem Rückenwind zum Hagen und nach Göttingen zurück und setzte auf Kraft sparen, als der spätere Sieger sich entschloss die Lücke nun doch zufahren zu wollen - Fehler #1. Am Hagen waren es wohl 40s auf die enteilten Fahrer, also war der Plan einfach: Doch den Hagen mitnehmen und mal gucken, wen ich nach den 6 Minuten oben eingeholt habe. Der Plan war allerdings bereits nach weniger als 30 Sekunden zunichte, als ich eingeklemmt im Feld die ersten 1:30 Minuten nicht frei fahren konnte - doppelt enttäuschend, da ich die vergangene Zeit nicht mehr aufholen konnte und die Hagenwertung auch noch jemand anderem um sage und schreibe 0,2s überlassen musste - Fehler #2. Ich eierte also nach dem Hagen irgendwo zwischen der absoluten Spitze und meiner Gruppe umher und lies mich nach 5 Minuten Abfahrt endlich wieder einholen. Tempo gab's nicht, keiner wollte, so versuchten es immer wieder Einzelfahrer, doch das war wie bei mir nie von Erfolg gekrönt.
Leider ist das Feld ist zu groß und die Stürze zu zahlreich, so dass man das Rennen wie jedes andere so große (Rennrad-)Rennen kaum uneingeschränkt empfehlen kann. Was Göttingen von anderen aber unterscheidet sind die beiden schönen Anstiege in Hemeln und am Hagen, die auch viele andere immer wieder gerne kommen lassen.
Im Endeffekt 37. Gesamt, 13. Altersklasse, 2. in der Bergwertung, und trotzdem mit so viel Spaß wie selten bei der Tour d'Energie. Selten so verzockt, aber gemerkt, dass die Kraft für längere Rennen da ist und das ist die wertvollste Erkenntnis im Hinblick auf Riva am Samstag.

Ergebnis in der Altersklasse: 13

Ergebnis in der Gesamtwertung: 37

Gallerie zum Rennbericht:

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