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Mit Taktgeber zum Sieg

von Lars Messerschmidt

Vor dem Allersheimer MTB Cup klingelt der Wecker mal nicht mitten in der Nacht, wie sonst vor Marathon Rennen üblich. Aufgrund von nur 10 Minuten Anfahrt konnte ich ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Ein „Luxus“ den man sich vor jedem Renen wünscht.

Die Langstrecke startet in Neuhaus um 9 Uhr. Leider war das Teilnehmerfeld recht überschaubar. Das lag sicher an den Rennen in Schotten und Sülzhayn, die ebenfalls am ersten Juli Wochenende stattfanden und nicht am Wetter. Dieses war zwar nicht wirklich gut, aber auch nicht richtig schlecht. Es ging pünktlich um 9 Uhr los. Nach 300m ging es die Eichenallee hoch, der erste Anstieg in Neuhaus. Ich setzte mich an die Spitze des Feldes und fuhr einfach mein Tempo. Das führte dazu, dass ich oben alleine war. Mein Plan war das nicht, aber dadurch konnte ich in den ersten rutschigen Schlamm-Trails auf Sicherheit fahren und musste in der Abfahrt nichts riskieren. Oberhalb von Schönhagen konnte ich die Strecke hinter mir nach ca. 40 Minuten Rennen auf einem längeren Stück einsehen. Ich sah, dass niemand hinter mir war und ich doch schon einen sehr komfortablen Vorsprung hatte. So „spulte“ ich alleine Kilometer für Kilometer ohne besondere Vorkommnisse ab. Am Anfang der zweiten Runde bemerkte ich ein gleichmäßiges klacken. Ich vermutete das Geräusch aus dem Antrieb. Es fühlte sich aber alles normal an und ich fuhr erstmal weiter. Da das Geräusch aber einfach nicht verschwand, hielt ich dann doch an um nachzuschauen. Im Hinterreifen war ein dicker Nagel. Tubles sei Dank, hat der Reifen aber keine Luft verloren. Ich beschloss einfach weiter zu fahren und erstmal nichts weiter zu unternehmen. Innerlich bereitete ich mich aber schon mal darauf vor, den Reifen bei einem Luftverlust zu flicken. Nun hieß es den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Auch nach 15 Jahren Rennen fahren denkt man in solchen Situationen immer noch, dass man der einzige im Starterfeld ist, der in der zweiten Runde langsamer wird und gleich jemand von hinten „angeflogen“ kommt. Es war dann aber nicht so und ich konnte das erste Mal den Gesamtsieg in Neuhaus auf der Langstrecke einfahren. Der Reifen hat gehalten und der Nagel hat bei jeder Umdrehung mit einem klackenden Geräusch den Takt vorgegeben, mit dem ich ca. 45 Kilometer in Richtung Ziel gefahren bin.
Der Radsport Hochsolling hat mal wieder alles bestens Organisiert. Danke an alle Helfer für das schöne Event!

Ergebnis in der Altersklasse: 1

Ergebnis in der Gesamtwertung: 1

Gallerie zum Rennbericht:

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