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Routine auf der Langstrecke

von Vincent Jonatan Beckmann

Zum letzten Vorbereitungsrennen auf die Transalp ging es in den Schwarzwald.
Natürlich stand die Langstrecke auf dem Programm. Dieses Mal auch endlich wieder mit Transalp Partner Philipp zusammen am Start.
101 KM & 2300 HM im schönen Nordschwarzwald bei besten Rennbedingungen warteten auf uns.

"Das wird morgen ein super Tag", meinte ich zu Philipp am Vorabend in Bad Wildbad, als die Sonne unterging. Bezogen auf das Wetter wurde es das auch. Angenehme 15 Grad mit Sonnenschein und einer trockenen Strecke ließen auf einen tollen (Vater-)Tag im Sattel hoffen.
Tiefen entspannt erfolgte um 9 Uhr der Start auf die Langstrecke. Mit Texpa Simplon und Stop&Go Marderabwehr waren auch die ein oder anderen Top-Teams in der Lizenzklasse mit von der Partie.
Der Start verlief problemlos und ich brachte mit Philipp den ersten Anstieg schnell hinter mich. Kurz vor der Abfahrt konnte ich mir einen Vorteil verschaffen und hatte durch einen kurzen Antritt freie Fahrt im vergleichsweise einfachen Single-Trail.
Fun-Fact: Seit Riva ist wirklich "alles fahrbar". Kopf und Material funktionieren in der Abfahrt reibungslos. Das macht einfach nur Spaß!

Philipp brauchte dann einige Kilometer um am Anstieg wieder aufzufahren. Es schloss sich eine kleine Gruppe von 6 Fahrern am Berg zusammen, die auf den folgenden 15km auf Windschatten-Fahren hoffen lies.
Klappte auch, gut sogar, vielleicht zu gut? Wir fahren recht schnell unterwegs und selbst im Windschatten fuhr ich gute 250 Watt. - Das sollte sich noch rechen.

Gegen Ende der ersten Runde (ca. KM 40) musste Philipp nach einer Abfahrt abreißen lassen, weil er nicht mehr in die Gruppe fahren konnte. Ich verblieb und leistet abwechselnd mit einem zweiten arbeitswilligen Fahrer Führungsarbeit.
Nach 02:25h waren die ersten 58km absolviert.
Gehe über los - ziehe keine 200€ ein -und begib Dich ohne Pause in Runde 2!

Die erste Abfahrt in Runde 2 verlief noch besser als die erste und ich konnte bergab sogar einen Vorsprung auf die Gruppe rausfahren, die aber am Berg stark war. Das wusste ich. So holten sie mich zeitig ein und ich trabte verloren mit knapp 200 Watt über den Schotter.
Was war denn jetzt los? Auf einmal fehlten mir am Anstieg schlappe 70 Watt im Vergleich zur ersten Runde. Hatte ich mich so übernommen? Falsch ernährt? - denn der Magen meldete sich auch mit einem komischen Grummeln...
Hilft nichts - ich musste Dampf rausnehmen und mich wieder sammeln. Klappte nach 10km auch, aber ich verlor dadurch ordentlich Zeit.

Dann war lange niemand zu sehen, bis ich (endlich) die schnellen Schotterpassagen mit einem anderen Teilnehmer bewältigen konnte und auch Zeit zur Regeneration hatte. Nach harter Rennmitte, fühlten sich die Beine in der letzten 3/4 Stunde gut an und ich peilte das Ziel an.

"Reicht für heute! Bringen wir es zu Ende" dachte ich nur- Philipp sah ich übrigens in der zweiten Runde leider nicht mehr. Er musste nach 1 Runde leider aussteigen.

4 Stunden und 41 Minuten am Ende für die 101km Langdistanz. Platz 21 in der Herren Lizenzklasse bin ich ja fast gewohnt mittlerweile...
Wir sehen uns dann bei der BikeTransalp am 14. Juli in Tux!

Ergebnis in der Altersklasse: 21

Ergebnis in der Gesamtwertung: 52

Gallerie zum Rennbericht:

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