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Was mache ich hier eigentlich?

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Wenn man am Sonntag Morgen um 7h über die Autobahn fährt fragt man sich schon: "Was mache ich hier eigtlich?"....auf dem Rennkalender stand heute der Ars Natura Marathon in Neumorschen. Nach der Anmeldung hab ich mir den Streckenplan genau angeschaut. Das Profil versprach eine Berg und Talfahrt. Pünktlich um 10h viel der Startschuß und es ging von Anfang an mit Vollspeed los. "Einrollen" auf Asphalt zum ersten Anstieg.

Da hieß es nur Hinterrad suchen und im Windschatten möglichst Kraft sparen und so weit wie möglich vorn mit dabei zu bleiben. Ein Glück funktionierte mein Pulsmesser nicht, denn sonst hätte ich mich von den blinkenden Zahlen nur irritieren lassen ;-) so konnte ich einfach nach "Gefühl" fahren, und dass heißt im Rennen einfach nur reintreten bis die Beine glühen! Auf dem Weg zum ersten Anstieg hatte sich das Feld schon sortiert und ich konnte gut mithalten. In den Abfahrten war dann wieder Windschatten fahren angesagt. Der erste schöne kleine Trailanstieg war leider etwas matschig. Das lag leider nicht allen Teilnehmern, die Männer vor mir stiegen ab und da ein Überholen nicht möglich war, musste ich mir auch die Schuhe schmutzig machen ;-) die Matschpassage war schnell passiert und weiter ging es über kleine Pfade und schnelle Trailabfahrten in den Ort Spangenberg wo der zweite Anstieg auf uns wartete. Im Höhenprofil versteckte sich hier eine richtige Rampe. Hier war ich froh ein kleines Kettenblatt zu haben und noch mit einem 3-fach Kettenblatt unterwegs zu sein. Einer der Fahrer fuhr so langsam, dass er sein Gleichgewicht verlor und schon schäpperte es. Zu langsam und umgefallen :-) das hab ich auch noch nicht gesehen! Die Hälfte des Rennens war nur geschafft. Wieder gab es schöne schnelle Abfahrten in Richtung Melsungen und nach der nächsten Ortsdurchfahrt durch Adelshausen ging es in den dritten und letzten Anstieg. Dieser Anstieg war zwar nicht so steil, aber zog sich einfach unendlich in die Länge. An dieser Stelle merkte ich, dass ich immer nur die kurzen Rennen zwischen 20 und 30 km fahre. Dieser Marathon hatte aber 44km und 1270 Höhenmeter. Also weiter treten auch wenn die Beine einfach nur noch brennen. Konkurrenz war weit und breit nicht in Sicht. Die letzte steilere und schnelle Trailabfahrt war nicht ohne, da das nasse Gras sehr rutschig war. 5km vor dem Ziel fing es leider etwas heftiger an zu regnet. Den letzten Trail hab ich mehr oder weniger im Blindflug gemeistert. Lenker festhalten, dem Fully vertrauen und dem Fahrer vor mir mit der leuchtend grünen Hose hinterher :-) und schon waren wir wieder in Neumorschen. Auf der Zielgerade hab ich dann nochmal richtig Tempo gemacht. Im Ziel angekommen sagte mir die Zeitnahme du bist die Erste :-) ich konnte es kaum glauben! Das Rennen lief gut, ich hatte gute Beine, war mir aber nicht sicher, ob am Start nicht doch eine Konkurrentin an mir vorbei ist. Platz 1 in 2 Std. 30 min. 35 Sek. mit der Zeit bin ich sehr zufrieden und mit 6:57min Vorsprung vor der Zweitplatzierten und 41:26min vor der Sechsten :-) hab ich denke ich ein wirklich gutes Ergebnis hingelegt.
Alles in allem würde ich sagen hat sich das frühe Aufstehen gelohnt! Ein sehr schönes Rennen. Eine gute Mischung aus Trails und Schotterpassagen. Landschaftlich reizvoll und der Ars Natura Marathon führt an so genannten Kunstpfanden vorbei, so dass man am Wegesrand die ein oder andere Skulptur bestaunen kann. Landschaftlich ist diese Gegend wirklich sehr toll! Ich komme nächstes Jahr gern wieder! Danke an die Organisatoren vom TSV Neumorschen.

Ergebnis in der Altersklasse: 1

Ergebnis in der Gesamtwertung: 1

Gallerie zum Rennbericht:

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