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Lehrreiches Rennen in der Eifler Hitze

von Fabian Büser

Ich hatte mich so gefreut, endlich mal ein Rennen bei sommerlichen Temperaturen. Nachdem die Rennen zu Jahresbeginn eher um den Gefrierpunkt gestartet wurden, waren für den Start am Rursee satte 35 Grad angekündigt. Das Thermometer war schon morgens um 10:00 Uhr zum Start auf über 30 Grad geklettert, sodass die devise heute durchhalten lautete.

Nachdem ich mich gut warm gefahren hatte, reihte ich mich früh im Startblock ein, um einen Platz im Schatten des Startbogen zu ergattern. Die Bedingungen fühlten sich gut an und meine Beine waren fit. Ich hatte klare Ambitionen heute etwas zu reißen.
Doch schon nach 5km passierte mir etwas für den restlichen Rennverlauf fatales. Ich habe meine Trinkflasche verloren und war von nun an für die restlichen 35km auf die Verpflegungsstation angewiesen. Bei den Temperaturen reichte das vorne und hinten nicht und meine Leistung lies schnell nach.
Mir blieb trotzdem viel Motivation, denn die Strecke war wunderschön, Singletrailreich, technisch anspruchsvoll und führte durch mein ehemaliges Trainingsrevier in der schönen Eifel.
Nachdem ich die Spitze schließlich ziehen lassen musste, hatte ich irgendwann auf Gesamtplatz 10-12 meine Position im Rennen gefunden und wollte nur noch durchziehen.
Die erste Verpflegungsstation verschaffte mir bei KM 20 wieder ein paar Kräfte und Abkühlung in der Hitze und es ging munter weiter auf dem welligen Streckenprofil mit ein paar knackigen und steilen Anstiegen. Ich konnte die Strecke wieder genießen, bis mich auf einer kurzen Rasenabfahrt plötzlich eine Wespe in die Lippe gebissen hat. Kühlen ging nicht, weil meine Trinkflasche schließlich fehlte und so fluchte ich den Schmerz aus mir raus, um weiter zu machen.
Das Ziel schon vor dem geistigen Auge passierte bei km 35 allerdings das, was an so einem Tag natürlich noch fehlte, ich fuhr platt. Leider keine kleine Aufgabe für meine Dichtmilch, sondern ein sauberer Schnitt an der Seite des Reifens, inklusiver einer Delle in der Felge, die mich schließlich final zum Aufgeben gezwungen hat.

Auch wenn ich viel geflucht habe an diesem Tag, war es ein schönes Rennen mit einer tollen Organisation. Das internationale Starterfeld mit einigen Startern aus den Benelux-Ländern, macht den Marathon am Rursee wirklich zu einem tollen Erlebnis.
Am Ende blieb mir nur noch der Sprung in den See und ein kaltes Weizen, um den Frust etwas runterzukühlen.

Ergebnis in der Altersklasse: dnf

Ergebnis in der Gesamtwertung: dnf

Gallerie zum Rennbericht:

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