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Freitag, 3. Juni 2016
5.50 Uhr, Melanies Wecker klingelte... Ein Freitag wie jeder andere auch könnte man meinen. Nein, nicht ganz. Zwar stand erst noch etwas Arbeit auf dem Plan, aber danach ging es nach Alfhausen bzw. an den Alfsee zum 24 Stunden MTB Rennen im 4er Team. Ich musste nur irgendwie zusehen, dass ich die Zeit bis 14 Uhr rum kriege. Dann konnte ich Melanie erst von der Arbeit abholen.

Was macht man dann am besten? Richtig, man lässt nochmal das Bike checken! Also packte ich mein Rocky ein und fuhr nach Holzminden zum Händler meines Vertrauens und der Geburtsstätte meiner Rennfeile: Radhaus am Markt. Oli und Mütze wollten mein Bike für das anstehende Abenteuer noch optimieren und perfekt einstellen, da es ja erst eine Woche in meinem Besitz war. Sie leisteten eine super Arbeit. An dieser Stelle ein dickes fettes Danke dafür Jungs. Das Bike ist ein Traum. Danach ging es hopp hopp zurück. Ich belud in Windeseile unser Wohnmobil und holte Melanie von der Arbeit ab. Wir brachen auf in das Abenteuer 24 Stunden MTB Rennen.
Wir wollten Landstraße fahren und anfangs lief es auch wirklich gut und wir kamen trotz Freitag Nachmittag gut durch. Aber leider erwischten wir noch eine Baustelle und so mussten wir eine Umleitung fahren, die uns natürlich auch Zeit kostete. Als wir endlich am Alfsee ankamen, herrschte dort schon reges Treiben. Wahnsinn, wieviel Menschen dort waren. Beim Befahren des Campingplatzes fragte sich Melanie noch, wie groß der Platz wohl sein müsste. Wie groß, erfuhren wir später am Abend (dazu komme ich noch). Wir trafen an der Einfahrt einen meiner Teamkollegen und er lotste uns zu unserem Stellplatz. Dort angekommen, richteten wir uns erstmal häuslich ein: der Strom wurde angeschlossen, Tisch und Stühle wurden raus gestellt, die Markise am Wohnmobil ausgefahren, der Bikeständer aufgebaut und mein Rocky durfte natürlich auch an die frische Luft. So ein Aufbau kostet Zeit und ruck zuck waren wieder 2 Stunden vorbei. Nun wollte mein Teamkollege gerne noch eine Runde über die Strecke fahren. Also rein in die Klamotten und los.
Da die Strecke noch abgesperrt war mussten wir über die Flatterbänder huschen. Wir sind nur nicht wirklich weit gekommen, denn es fing an zu regnen. Wir stellten uns erstmal unter einen großen Baum und warteten einen Moment. Es regnete zum Glück nicht sehr lang und wir konnten schnell weiter. So konnte ich noch einen Eindruck von der Strecke bekommen, wo wir auch auf viele andere Fahrer trafen.
Melanie wartete schon ganz ungeduldig auf uns (ich glaube, da hatte wer Hunger ;-) ) und so gingen wir zu dritt zur Nudelparty. Frisch gestärkt machte sich mein Teamkollege auf den Heimweg und Melanie und ich machten uns mit Stühlen, einer Packung Celebrations und einer großen Schale Muffins auf die Suche nach Frank, Moni und deren Freunden. Die Suche gestaltete sich etwas schwierig, da wir nicht wussten, dass der Campingplatz noch eine zweite Einfahrt mit diversen Stellplätzen hat... Da hilft der lieb gemeinte Tipp „neben dem Toilettenhäuschen“ dann auch nicht viel weiter, wenn man einfach am falschen steht. Die anderen Camper und MTBler haben sich bestimmt schon gefragt, wo sie uns raus gelassen haben. Schwer bepackt und total orientierungslos. Gott sei Dank sammelte Frank uns an der Schranke ein. Er hat bestimmt schon sehnsüchtig auf unsere große Schale Muffins gewartet ;-). Wir hatten auf jeden Fall einen super lustigen und tollen Abend. Vielen Dank an Frank und Moni für die "Einladung" und die Getränke, an Harald und Muschi für die Aufklärung, was eine Travel Pussy ist und an den Rest, dass sie uns so nett aufgenommen haben :-) Wir hoffen, wir sehen uns bald wieder :-) Vielleicht in Duisburg!?
Samstag, 4. Juni 2016
Nach einem ruhigen und entspannten Frühstück trudelten dann auch die anderen Teammitglieder ein. Wir holten unsere Startunterlagen ab und bereiteten uns seelisch auf die nächsten Stunden vor. Um 14 Uhr ging es los und wir standen alle am Start und feuerten meinen Teamkollegen an. Frank, der Muffinvernichter, startete direkt danach und so konnten wir auch ihn zum Beginn anfeuern. Ich war als Dritter in unserem Team an der Reihe. Ich begab mich in die Wechselzone und die Übergabe zwischen meinem Teamkollegen Holger und mir klappte wunderbar. In der ersten Runde habe ich es noch etwas lockerer angehen lassen. Nach und nach fuhr ich konstantere schnellere Runden. Ab der vierten Runde bestand dann Lichtpflicht, was die Rundenzeiten aber nicht viel langsamerer machte. Die fünfte Runde verlief noch reibungslos. Am Ende der sechsten Runde passierte es dann doch: zu unvorsichtig und zu hektisch kam ich in die Wechselzone und stürzte. Aber weder dem Rocky noch mir ist viel passierte. Ich schnappte es mir und rannte durch die Wechselzone um den „Staffelstab“ zu übergeben. In der siebten Runde hatte ich das Glück, dass ich in den Sonnenaufgang fahren durfte. Leider meldete sich nun auch mein Körper und rebellierte etwas. Der Ofen war aus. Ich hatte zwischendurch zu wenig gegessen und getrunken. Also mussten jetzt Speicher gefüllt werden. Das gestaltete sich sehr schwierig, da ich nichts wirklich runter bekam. Einen Moment lang dachte ich schon, ich müsste aufgeben. Aber ich hatte Glück und berappelte mich wieder und konnte in der achten Runde auch wieder meine vorherigen Zeiten fahren. Die elfte und somit letzte Runde war dann nochmal hart und ich musste meine letzten Kräfte mobilisieren.
So verlief das 24 Stunden Aktivsee Rennen.

Ergebnis in der Altersklasse: 17

Ergebnis in der Gesamtwertung: 17

Gallerie zum Rennbericht:

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